Beschluss: zur Kenntnis genommen

Herr Fuls stellte den Sachstand zu den Bau- und Planungsmaßnahmen auf dem Spree-Campus in Fürstenwalde anhand einer Präsentation vor.

Zu Beginn erläuterte er den aktuellen Stand zur Baumaßnahme Spree-Oberschule und Schulsporthalle Fürstenwalde, die Fertigstellung ist für den Dezember 2020 vorgesehen, die Kosten liegen im Rahmen.

Im Folgenden erläuterte er verschiedene Varianten zur Nutzung des Grundstückes, welches derzeit mit dem ehemaligen Finanzamt bebaut ist. 

Frau Grabs fragte nach dem Baujahr des Gebäudes und seit wann es leer steht.

Herr Fuls antwortete dazu, dass das Gebäude aus 2 Teilen besteht mit unterschiedlichen Baujahren und der Leerstand besteht seit ca. 4 Jahren. Eine entsprechende Information dazu sicherte Herr Fuls zu.

Herr Wende erläuterte dazu, dass das erste Gebäude ca. aus den 70er Jahren stammt.

Er begrüßt die umfassende Untersuchung und den angedachten Neubau einer modernen Einrichtung, auch die Nachbarschaft Grundschule und Förderschule.  Er fragte noch nach, ob die Mensa erhalten werden kann, z.B. als zentrale Versorgung. 

Herr Fuls antwortete, dass die Mensa einen ungünstigen Standort hat besonders im Hinblick auf die Errichtung der Förderschule und sicher auch mit abgerissen wird.

Frau Kaethner legte ein Veto ein. Ein Neubau erfolgt immer maßgeschneidert für den angedachten Zweck und hat damit eine bessere Bewertung. Im Rahmen der Nachhaltigkeit sollte geprüft werden, was bringt ein Abriss, wie hoch ist das CO2 – Aufkommen beim Abriss, welche Ressourcen stecken in einem Bestandsbau. Sie bittet zu überlegen, ob der Bestandsbau vielleicht auch teilweise weitergenutzt werden kann, das Dach für Photovoltaikanlagen genutzt wird.

Herr Fuls erwiderte, dass bei einem Neubau eine Dachbegrünung bzw. eine Photovoltaikanlage berücksichtigt werden. Er erklärte, dass das Gebäude nur für eine Verwaltung nachgenutzt werden kann. Ein Umbau und Nachnutzung als Schulgebäude ist theoretisch möglich, aber verbunden mit vielen Kompromissen, Kostenrisiken, so dass ein Abriss und Neubau die beste Lösung ist. Man könne auch keine modernen Schulformen in einen Verwaltungsgrundriss integrieren.

Frau Grabs fragte nach Zahlen im Zusammenhang mit dem Bedarf für einen Umbau und für den Neubau.

Herr Fuls erklärte, dass es sich um eine Machbarkeitsstudie handelt, nicht um eine Kostenschätzung. Es müsste jede 2. Decke herausgenommen werden, Hülle wird entfernt, die Hälfte der Konstruktion bleibt stehen, die Deckenlasten sind nicht ausreichend, die vorhandene Technik muss erneuert werden – der Aufwand zur Umwandlung des Bestandsgebäudes in eine Schule ist enorm hoch, eine Aussage mit genauen Kosten kann nicht getroffen werden.

Herr Buhrke ergänzte, dass ein Teilgebäude als Wohnheim errichtet wurde, später der Ergänzungsbau als Finanzamt erfolgte mit kleinräumiger Nutzung – Büroräume. Auch bei einem Umbau werden Gewährleistungsprobleme bleiben, bei Betriebs-/Bewirtschaftungskosten werden Probleme auftreten. Bei der Nachhaltigkeit sollten auch die folgenden Betriebs-/ Bewirtschaftungskosten mit berücksichtigt werden. 

Herr Kaufmann wies ebenfalls auf die Probleme eines möglichen Umbaus hin und plädierte für einen Neubau.

Frau Kaethner ist von den Begründungen für den Neubau nicht überzeugt, es sollten doch Möglichkeiten einer Nutzung des Bestandes gefunden werden.

Herr Dr. Mernitz stimmte den Problemen des Umbaus zu, besonders im Hinblick auf hohen Heizkosten bei Schaffung von Räumlichkeiten durch die Herausnahme von Decken.

Herr Schulz wies ebenfalls auf hohe Kosten beim Umbau eines alten Gebäudes hin.

Herr Rademacher bekräftigte die Probleme einer Nachnutzung eines ehemaligen Verwaltungs-gebäudes als Schulgebäude. Bei ökologischen Aspekten sollten auch die folgenden Bewirtschaftungskosten mit eingerechnet werden.

Herr Fuls erläuterte zu den Kosten, dass zur Variante „0“ keine Kostenberechnung erstellt wurde, ein Neubau ca. 20- 30 % günstiger ist als die vorgestellte Hybridlösung.

Der Ausschuss folgt mehrheitlich der Empfehlung zum Abriss des Finanzamtes.

 

Herr Schneider fragte nach, wann der Ausschuss wieder aktiv werden muss.

Zur Einbeziehung des Ausschuss verwies Herr Fuls auf die Übersicht der nächsten Schritte. Er würde regelmäßig über die weitere Verfahrensweise berichten, z.B. Darlegung der Aufgabenstellung, Vorstellung Planungsunterlagen, was dann schlussendlich alles in einen Grundsatzbeschluss münden würde.