Frau Dr. Rothe informiert zum

 

a)       Reformgesetz FGG und den Gesetzesänderungen des FamFG

b)       Zur aktuellen Personalsituation im ASD

c)       Zum Stand der Kooperation Jugendhilfe und Schule

 

Zu a)

 

Mit dem neuen FamFG wird erstmalig das gerichtliche Verfahren in Familiensachen in einer einzigen Verfahrensordnung zusammengefasst und völlig neu geregelt. Das neue Recht zielt darauf hinaus, dass familiäre Auseinandersetzungen vor Gericht so fair und schonend wie möglich ausgetragen werden.

 

Oberste Priorität bei allen Sorge- und Umgangsfragen hat die Wahrnehmung der Verantwortung durch die Eltern. Das erfordert in der Praxis eine andere Haltung des Jugendamtes und des Familiengerichtes.

 

Der Gesetzgeber gibt ein Beschleunigungsgebot vor.

-          Das Familiengericht muss 1. Anhörungstermin innerhalb eines Monats ansetzen.

-          Der zuständige Sozialarbeiter des ASD nimmt daran teil,

      zuvor hat er mit den Eltern ein erstes Gespräch geführt.

-          Das Gericht wird Eltern auf die Wahrnehmung von Beratungsangeboten (vorrangig Familien- und Erziehungsberatungsstellen) hinweisen.

-          Beratungsangebote können durch das Gericht auch angeordnet werden.

 

Es hat bereits Beratungen des Jugendamtes mit den Familiengerichten und den Familien- und Erziehungsberatungsstellen zur Umsetzung des FamFG gegeben.

Zu b.)

Seit dem 01.01.2010 gibt es im Kern-ASD  3 unbesetzte Stellen. Externe Stellenausschreibungen sind bereits erfolgt.

Zu c.)

Aktueller  Stand  zum Abschluss von Kooperationsvereinbarungen zwischen Jugendamt und Schule hat sich wie folgt entwickelt:

SR Eisenhüttenstadt:

Mit allen außer einer Grundschule sind bereits Kooperationsvereinbarungen in diesem Jahr abgeschlossen worden. Ein Entwurf einer Kooperationsvereinbarung mit den weiterführenden Schulen einschließlich der Allgemeinen Förderschule und dem Gymnasium liegt vor und wird im Januar zum Abschluss kommen.

SR Beeskow:

Das ASD-Team hat im Januar alle Schulen aus dem Einzugsbereich des Sozialraumes eingeladen, um über eine mögliche Kooperation zu beraten.

SR Fürstenwalde:

Es besteht bereits eine Kooperationsvereinbarung des ASD-Teams mit der 2. Oberschule. Derzeit wird an einer Vereinbarung mit der Allgemeinen Förderschule gearbeitet.

 

SR Erkner:

Hier gab es im Rahmen einer Regionalkonferenz Interessenbekundungen zur Kooperation durch alle Grundschulleiter, dem Leiter der Oberschule  Erkner sowie der Förderschule.

Eingeschränktes Interesse besteht bei den freien und privaten Schulen sowie bei den Gymnasien.

Das Staatliche Schulamt unterstützt die Initiative des Jugendamtes und der Schulen ihr Zusammenwirken konkret und verbindlich zu vereinbaren.