TOP Ö 12: Beratung und Beschlussfassung: Hauptamtliche Unterstützung für Ehrenamtliche - Engagement-Stützpunkt Oder-Spree als Anlauf- und Beratungsstelle erhalten

Beschluss: einstimmig zugestimmt

Abstimmung: Nein: 0, Enthaltungen: 4

 

Beschlussvorschlag:

 

Der Kreistag wird aufgefordert, Folgendes zu beschließen:

Erhaltung hauptamtlicher Strukturen beim Landkreis Oder-Spree zur gezielten Förderung des Ehrenamtes und zur Unterstützung der im Ehrenamt tätigen Personen.

 


Frau Buhrke verliest aus einem Flyer des Ehrenamt- bzw. Engagement-Stützpunktes des Landkreises Oder-Spree den wesentlichen Inhalt der Arbeit und erwähnt, dass sich diese Arbeit mit der der vier Ehrenamtszentralen des Landkreises in Beeskow, Eisenhüttenstadt, Erkner und Fürstenwalde ergänze. Die Ehrenamtszentralen würden 2/3 der Arbeit bereits leisten, jedoch wären hier Projekte, wie „Unser Dorf hat Zukunft“ und Akquise für die Ehrenamtskarte nicht einbegriffen und der Umfang der Informationsweitergabe für die Beantragung von Fördermitteln wäre nicht ausreichend. Hier sehe sie eine wichtige Aufgabe für den Engagement-Stützpunkt. Das Land hätte den Engagement-Stützpunkt befristet eingerichtet und wegen der Folgen der Corona-Pandemie viel zu schnell aufgelöst. Sie plädiere für eine weitere Befristung für zwei Jahre. Im Anschluss müsse überprüft werden, ob der Einsatz erfolgreich gewesen sei.

 

Herr Dr. Rosentreter betrachtet den Vorschlag kritisch, weil der Mehrwert der Arbeit nicht erkannt werden könne. Man befürchte eine zunehmende Bürokratie, Doppelstrukturen sowie Berichtspflichten, die evtl. auf die bestehenden Ehrenamtszentralen zukämen. Das bestehende System würde funktionieren und man erwarte Einbußen finanzieller Zuwendungen.

 

Herr Schroeder verstehe in den Ausführungen von Frau Buhrke einen Änderungsantrag, die Tätigkeit auf zwei Jahre zu begrenzen und die Fraktion CDU werde zudem den Änderungsantrag stellen, die Arbeit nach einem Jahr zu evaluieren.

 

Frau Teltewskaja bittet zu beachten, dass es sich durch eine Befristung von zwei Jahren schwierig gestalte, jemanden zu finden, der diese Aufgabe übernimmt. In Bezug auf die Ausführungen von Herrn Dr. Rosentreter führt sie aus, dass hier nicht ein Konkurrenzantrag gesehen werden dürfe, sondern eine Arbeit der Zentralen miteinander und nebeneinander. Ziel der Arbeit sei es, die Entwicklung des ländlichen Raumes voranzutreiben und engagierte Bürger in den Dörfern und Gemeinden zu unterstützen.

 

Um Abstimmung über den Beschlussvorschlag mit den Änderungen:

 

1. Laufzeit zwei Jahre und

2. Evaluierung nach 12 Monaten

 

wird gebeten.