Grundsatzbeschluss zur Schaffung notwendiger Sportstättenkapazitäten für das Oberstufenzentrum "G. W. Leibniz" und für das Albert-Schweitzer-Gymnasium in Eisenhüttenstadt, Diehloer Straße 66

Betreff
Grundsatzbeschluss zur Schaffung notwendiger Sportstättenkapazitäten für das Oberstufenzentrum "G. W. Leibniz" und für das Albert-Schweitzer-Gymnasium in Eisenhüttenstadt, Diehloer Straße 66
Vorlage
054/2007
Art
Beschlussvorlage

Beschlussvorschlag:

Der Kreistag beschließt, die Verwaltung mit der Planung des Neubaus einer 2-Feld-Schulsporthalle auf dem Gelände des Albert-Schweitzer-Gymnasiums in Eisenhüttenstadt, Diehloser Straße 66 zu beauftragen.

Sachdarstellung:

 

Das Oberstufenzentrum „G. W. Leibniz“ (Standort Waldstraße) und das Albert-Schweitzer-Gymnasium in Eisenhüttenstadt verfügen zurzeit über Sporthallenkapazitäten, die den Bedarf an Sportunterricht in guter Qualität für beide Einrichtungen nicht decken. Die Schulsporthalle des OSZ in der Waldstraße ist in hohem Maße sanierungsbedürftig und genügt auch von der Fläche her nicht den Anforderungen an den Sportunterricht berufsbildender Einrichtungen.

 

Das Albert-Schweitzer-Gymnasium verfügt über eine kleine Schulsporthalle, die sowohl von der notwendigen Kapazität als auch von den Anforderungen her (verschiedene Sportarten können nicht betrieben werden) die Bedingungen nicht erfüllt.

 

Der Landkreis als Träger beider Einrichtungen muss die Sportstättensituation verbessern, um den Pflichten des Schulträgers zur Sicherung eines ordnungsgemäßen Unterrichts Rechnung zu tragen. Da an beiden Einrichtungen in den nächsten Schuljahren mit einem Rückgang der Anzahl der Schülerinnen und Schüler zu rechnen ist, sollten bei der Investitionsplanung nicht die gegenwärtig besonders am OSZ noch hohen Schülerzahlen als Planungsgrundlage verwendet werden. Basis sind deshalb die Prognosezahlen ab dem Schuljahr 2011/2012, da zu diesem Zeitpunkt die geburtenschwachen Jahrgänge durchweg auch in der Sekundarstufe II beschult werden.

 

Während für das Albert-Schweitzer-Gymnasium eine relativ sichere Prognose der Schülerzahlen erstellt werden kann, sind die Planzahlen für das Oberstufenzentrum noch nicht eindeutig vorhersehbar.

 

Am Gymnasium liegt der wöchentliche Bedarf an Sportstunden bei 75 – 80 Stunden, abhängig von der Anzahl der Klassen in der Sekundarstufe I (wöchentlich drei Sportstunden) und der Kursbildung in der Sekundarstufe II.

 

Betrachtet man die Perspektive des Oberstufenzentrums, so ist davon auszugehen, dass die Anzahl der Auszubildenden in dualen Ausbildungsverhältnissen trotz der allgemein sinkenden Schülerzahlen stabil bleiben wird. Damit besteht ein wöchentlicher Bedarf von 30 – 33 Sportstunden (Blockunterricht, eine Wochenstunde Sport pro Klasse). Folgende Berufe werden am OSZ im dualen System beschult: Elektroniker – Betriebstechnik (acht Klassen), Industriemechaniker (zehn Klassen), Anlagenmechaniker (zehn Klassen), Metallbearbeiter (zwei Klassen) und Maschinen- und Anlagenführer (drei Klassen). Eine langfristige Weiterführung des kooperativen Modells ist nicht zu erwarten, so dass dieser Bildungsgang für den künftigen Bedarf am Sportunterricht nicht mehr zu berücksichtigen ist.

 

Die Beschulung der Assistenten für Automatisierungs- und Computertechnik läuft ebenfalls aus, bereits im laufenden Schuljahr konnte eine Klasse auf Grund zu geringer Anmeldezahlen nicht mehr gebildet werden.

 

Auch für die gymnasiale Oberstufe (berufliches Gymnasium) liegen zur Einrichtung einer Jahrgangsstufe 11 lediglich 30 Anmeldungen vor, so dass auch hier von einem langfristig sicheren Bedarf an Sportstunden nicht ausgegangen werden kann.

 

Neben der dualen Ausbildung ist somit nur der Bildungsgang Fachoberschule Sozialwesen gegenwärtig stabil. Der Bedarf an Sportstunden pro Woche beträgt hier pro Klasse zwei Stunden (gegenwärtig drei Klassen). Damit ergibt sich ein Gesamtbedarf von ca. 40 Sportstunden pro Woche für das Oberstufenzentrum, Standort Waldstraße.

 

Somit ist mit dem Neubau eine langfristige Sicherung des Sportunterrichts sowohl für das OSZ als auch für das Gymnasium gegeben.

 

Der Landkreis beauftragte zur Standortanalyse ein Ingenieurbüro. Nach Auswertung des Analyseergebnisses und der Abwägung der Vor- und Nachteile wird der Standort auf dem Gelände des Albert-Schweizer-Gymnasiums in der Diehloer Straße favorisiert. Ausschlaggebend ist vor allem eine mögliche Versagung der Baugenehmigung am Standort des OSZ in der Waldstraße, da es zu einer erheblichen Verkleinerung des Schulhofes und zu zu geringen Abstandsflächen kommen würde. Des Weiteren sprechen für die Standortwahl die kürzeren Wege der zum Teil wesentlich jüngeren Schülerinnen und Schüler (ab 5. Jahrgangsstufe) des Gymnasiums.

 

Die Kostenschätzung für den Neubau der Schulsporthalle beträgt ca. 1,7 Mio. Euro.

 

Unter Einbeziehung der vorhandenen Schulsporthalle des Gymnasiums ist die Schaffung von Kapazitäten einer 2-Feld-Schulsporthalle damit notwendig und ausreichend.

 

Außerdem werden die Schaffung einer Cafeteria und der Um- und Ausbau des Verwaltungsbereiches am Standort Waldstraße vorbereitet.

Stellungnahme der Kämmerei:

In der Beschlussvorlage wird für den Neubau einer Schulsporthalle eine Kostenschätzung in Höhe von ca. 1,7 Mio. Euro ausgewiesen.

Der Haushaltsplan 2008 enthält für den Neubau einer Schulsporthalle in Eisenhüttenstadt 1.209,1 T Euro, die sich auf die Jahre 2007 bis 2010 wie folgt aufteilen:

 

Investitions-Nummer

 

bisher

2008

VE

2009

2010

Gesamt Investition

 

 

T€

T€

T€

T€

T€

T€

 

21740 302011

 

Neubau Turnhalle

 

0

 

0

 

510,0

 

510,0

 

512,6

 

1.022,6

 

21740 302012

 

Planung Neubau Turnhalle

 

 

17,8

 

 

68,7

 

 

  60,0

 

 

  60,0

 

 

  40,0

 

 

   186,5

 

 

 

Insgesamt

 

17,8

 

68,7

 

570,0

 

570,0

 

552,6

 

1.209,1

 

Damit ergibt sich ein ungedeckter Finanzbedarf von  490,9 T€, der bei der Planung für das Haushaltsjahr 2009 bzw. Überarbeitung/Fortschreibung der Finanzplanjahre berücksichtigt werden muss.

 

gez. Wellmer

Amtleiterin Kämmerei