Beschluss zum Erweiterungsneubau Gymnasium Erkner

Betreff
Beschluss zum Um- und Erweiterungsbau Haus 2 einschließlich Cafeteria Carl-Bechstein-Gymnasium Erkner
Vorlage
003/2009
Art
Beschlussvorlage

Beschlussvorschlag:

 

Der Kreistag fasst den Beschluss, die Verwaltung mit der weiteren Planung für den Um- und Erweiterungsbau einschl. Cafeteria des Haus 2 gemäß Variante 1 für das Carl-Bechstein-Gymnasium in 15537 Erkner, Neu Zittauer Straße 1-2 zu beauftragen.

 

Sachdarstellung:

 

Der Kreistag hat in seiner Sitzung am 25.06.2008 folgenden Grundsatzbeschluss gefasst:

 

Der Kreistag beschließt, die Verwaltung mit der Planung eines Erweiterungsbaus für

Unterrichtsräume und eine Cafeteria für das Carl-Bechstein-Gymnasium in Erkner, Neu

Zittauer Straße 1-2 zu beauftragen.

Der Kreistag spricht sich gegen eine Einschränkung bei dem Planungsauftrag auf einen

Anbau an das Gebäude „Typ Erfurt“ aus

 

Mit der Vorplanung wurde nach einem Wettbewerb das Büro HTR-Architekten und Ingenieure GmbH aus Schöneiche beauftragt.

 

 

Das Büro hatte folgende Aufgabenstellung:

 

  1. Das Carl-Bechstein-Gymnasium Erkner soll neben einer Ergänzung durch einen Erweiterungs- oder Neubau für die Erfordernisse eines zukünftigen 5-zügigen Gymnasiums mit Ganztagsbetrieb umgestaltet werden.

 

  1. Um die künftige Nutzung optimal zu gestalten, werden die auf dem Campus vorhandenen Flächen neu geordnet. Zusätzlich müssen 14 Klassenräume einschließlich zugehöriger Sammlungsräume und Räumlichkeiten für das Ganztagsangebot geschaffen werden. In diesem Zusammenhang soll auch die Versorgung der Schüler durch eine Cafeteria/ Mensa sichergestellt werden. Um den Schulbetrieb optimal zu gestalten, müssen die Außenanlagen an die Erfordernisse angepasst und Wegebeziehungen neu gestaltet werden.

 

Im  Ergebnis der Vorplanung wurden vom Büro HRT  3 Varianten dargestellt.

 

Variante 1:

Haus 1 bleibt als Bestand

Haus 2 erhält einen Anbau als Erweiterung

 

Variante 2:

Haus 1 bleibt als Bestand

Haus 2 bleibt als Bestand

Neubau eines ergänzenden Baukörpers

 

Variante 3:

Haus 1 bleibt als Bestand

Haus 2 wird abgerissen

Neubau, der die Kapazitäten von Haus 2 und einer Erweiterung aufnimmt

 

Die technische Gebäudeausrüstung soll nach Fertigstellung dem Stand der Technik entsprechen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Anlagenteile bereits im Zuge realisierter Baumaßnahmen erneuert wurden. Die aktuellen Regelungen der Energieeinsparverordnung finden Beachtung. Die Inanspruchnahme von Fördermitteln zur energetischen Gebäudesanierung wird angestrebt.

 

Zur Festschreibung der Ziele wurden folgende Untersuchungen und Abstimmungen durchgeführt:

 

-       Aufnahme der Bausubstanz sowie der Außenbereiche

-       Aufnahme der technischen Anlagen

-       Aufnahme der Flächen- und Gebäudestrukturen

-       Auswertung der Anforderungen der Nutzer

-       Flächenanalyse mit Auswertung zur Festsetzung der zusätzlich benötigten Flächen unter Beachtung der Raumprogrammempfehlung des MBJS (Ministerium für Bildung, Jugend und Sport) 06/2003

-       Analyse der Erschließung und Aufstellen eines Erschließungskonzeptes unter Einbeziehung der Standortfaktoren sowie der Erweiterung der Schülerzahlen

-       Konzept zur Sanierung der Bestandsflächen

-       Darstellen der zusätzlich benötigten Flächen unter Berücksichtigung städtebaulicher Strukturen sowie einer Variantengegenüberstellung

-       Aufstellen eines versorgungstechnischen Konzeptes

-       Aufstellen eines Konzeptes zur Gestaltung der Außenanlagen

-       Ermittlung von Kostenkenndaten unter Bezugnahme von Varianten

 

Für die Ermittlung des Raumprogramms (Anlage 1) wurden der Bestand, die Raumprogrammempfehlung des MBJS 06/2003, die Anforderungen der Schulleitung und die Vorstellungen der Verwaltung zur wirtschaftlichen Realisierung (Investitions- und Unterhaltungskosten) überein gebracht.  Das mit der Schulleitung abgestimmte und bestätigte Raumprogramm wird um 148 qm überschritten und Planungsgrundlage für Variante 1-3. Diese Differenz ergibt sich, durch die Berücksichtigung der vorhandenen Baukörper.

 

Am 04.11.2008 hat das Büro HRT die Vorplanung mit 3 Varianten in einer Planverteidigung vorgestellt. Daran nahmen  neben dem 2. Beigeordneten und den Amtsleitern der Ämter für Bildung Kultur und Sport, Personal und Service, die mit dem Bauvorhaben betrauten Mitarbeiter, der Schulleiter und stellvertretende Schulleiter des Gymnasiums teil. Dem vorausgegangen waren bereits  Erörterungstermine des Planungsbüros mit der Schulleitung in Erkner. Von den Beteiligten wurden verschiedene Hinweise gegeben. Insbesondere wurden die funktionellen Anforderungen der Schulleitung an einen reibungslosen Schulbetrieb erörtert. Am 25.11.2008 wurden die modifizierten Planungsvarianten erneut vorgestellt.

 

Die Anlagen 2 bis 4 zeigen die 3 Varianten.

 

.Zwischen den Vertretern der Verwaltung und der Schulleitung wurde Konsens erzielt, dem Kreistag die Variante 1 zur Realisierung vorzuschlagen.  Diese berücksichtigt die Anforderungen der Schule, insbesondere auch die Integration der Cafeteria und ist im Ergebnis des Kostenvergleichs (Anlage 5) auch die wirtschaftlichste Lösung.

 

Die weiterhin dieser Vorlage beigefügten Grundrisse zeigen die künftige Raumaufteilung und Gestaltung des Hauses 2.

 

 

Folgender Gesamtbedarf wurde für die Errichtung des Erweiterungsbaus ermittelt (Zahlen lt. PE 2009 bis 2011):

 

Investitions-

nummer

Bezeichnung

2008

 

2009

2010

2011

insgesamt

 

 

 

 

21730       402011       

Erweiterungsneu-  bau

 

0

 

350.000

 

4.200.000

 

 

968.000

 

 

5.518.000

21730 402012

Planung Erweiterungs-   neubau

 

80.000

 

370.000

 

 

390.000

 

 

155.000

 

995.000

 

21730  402021

Ausstattung Erweiterungs-  neubau

 

0

 

0

 

0

 

215.000

 

215.000

21730       405022  

Erweiterungs-neubau – Planung Außenanlagen

 

0

 

0

 

38.000

 

57.000

 

95.000

21730    405021  

Erweiterungs- neubau – Ge-staltung Außen-anlagen

 

0

 

0

 

0

 

593.500

 

593.500

21730   402013

mögliche Förderung durch das Land

 

0

 

0

 

0

 

1.100.000

 

1.100.000

 

Die Maßnahmen Haus 1 (siehe Anlage 5) werden erst nach 2011 realisiert.

 

Stellungnahme der Kämmerei

 

Die unter "Finanzielle Auswirkungen" ausgewiesenen Werte wurden mit den entsprechenden Jahresscheiben in den Planentwurf 2009 aufgenommen.

 

Der Finanzbedarf wird aus den investiven Schlüsselzuweisungen (6.316.500 €) sowie Fördermitteln (1.100.000 €) gedeckt.

 

Die Errichtung des Erweiterungsbaus führt zu einer Erhöhung des Anlagevermögens des LOS und damit auch zu höheren Abschreibungen.

 

Nach Inbetriebnahme des Erweiterungsbaus entsteht ein zusätzlicher Unterhaltungs- und Bewirtschaftungsaufwand.

 

 

gez. Hariett Wellmer

Amtsleiterin

 

 

Anlagen:

 

Anlage 1:         Raumprogramm

Anlage 2:         Variante 1

Anlage 3:         Variante 2

Anlage 4:         Variante 3

Anlage 5:         Kostenschätzung