Betreff
Baubeschluss zur Errichtung eines Neubaus für das Carl-Bechstein-Gymnasium Erkner, Neu Zittauer Straße 1 - 2
Vorlage
030/2009
Aktenzeichen
Dezernat II
Art
Beschlussvorlage

Beschlussvorschlag:

 

Der Kreistag beauftragt die Verwaltung mit der weiteren Planung und der Bauausführung eines Neubaus anstelle von Haus 2, einschließlich Gestaltung der Außenanlagen (Variante 4).

 

 

 

Sachdarstellung:

 

Auf Basis des Grundsatzbeschlusses vom 25.06.2008 wurde das Planungsbüro HTR Ingenieure GmbH aus Schöneiche nach einem VOF Verfahren mit der Leistungsphase 1 und 2 (Grundlagenermittlung, Projekt- und Planungsvorbereitung) beauftragt. Der Kreistag beauftragte die Verwaltung, mehrere Varianten zur Entscheidung vorzulegen.

Vom Planungsbüro wurden 3 Varianten der Kapazitätserweiterung auf 5 Züge einschließlich Ganztagsbetrieb untersucht.

Bestandteil der Aufgabenstellung war  die Schaffung von 14 Klassenräumen/Kabinetten mit Sammlungsräumen, einer Bibliothek und Räumlichkeiten für das Ganztagsangebot  zu den 16 bereits im Haus 2 vorhandenen Klassenräumen. Weiterhin sollte eine Cafeteria/ Mensa für die Versorgung der Schüler integriert werden. Für einen optimalen Schulbetrieb waren die Wegebeziehungen und Außenanlagen neu zugestalten.

 

Die Schulleitung und die Verwaltung präverierten die Variante 1 (Haus 2 erhält einen Anbau als Erweiterung).

 

Ausschlaggebende Argumente waren - verglichen mit der Variante 3 (Neubau) – 

 

  • die günstigere Anordnung von Fachräumen/Kabinetten zu den Vorbereitungs- und Sammlungsräumen,
  • die einbruchssichere Anordnung der Informatikkabinette im 1. OG,
  • der geringere Flächenverbrauch und
  • die günstigere Gestaltung der Wegebeziehung zwischen Haus 1 und 2.

 

Der Beschluss zur Realisierung der Variante 1  wurde durch den Kreistag am 25.02.2009 gefasst.

 

Die fortführenden Leistungsphasen gemäß 3 bis 9 HOAI wurden in einem weiteren VOF Verfahren ausgeschrieben. 

Den Zuschlag für diese Planungsleistungen erhielt die IBUS Architekten und Ingenieure GbR. Bei der Vergabe der Planungsleistung waren neben der fachlichen Qualifikation auch die Erfahrungen bei  Rekonstruktion und Umbau von Schulgebäuden des Typs Erfurt ausschlaggebend.

 

Grundlage für die Fortsetzung der Planungsleistungen des Büros IBUS Architekten und Ingenieure GbR war die vom Kreistag beschlossene Variante 1- Erweiterungsbau.

Nach Durcharbeiten der Unterlagen der Planungsphasen 1 und 2 von HTR und auf Basis umfangreicher Erfahrungen des Planungsbüros IBUS Architekten und Ingenieure GbR mit Sanierungen und Erweiterungen des Schultyps Erfurt wurde von IBUS eine weitere Variante vorgeschlagen und mit den Vertretern der Verwaltung und der Schulleitung diskutiert.

 

 

Die Variante 4 nimmt den von der Schulleitung favorisierten Gebäudezuschnitt der Variante 1 auf und verbindet ihn mit den Vorteilen eines Neubaus. Unter Verwendung der Abrech-nungsergebnisse ähnlicher  Vorgängerprojekte ermittelte das Büro IBUS Architekten und Ingenieure GbR geschätzte Baukosten, die  mit 7,5 Mio. €  rd. 267 T € unter der Kostenschätzung für Variante 1 liegen. Anhand von Referenzprojekten der  IBUS Architekten und Ingenieure GbR in Hohen Neuendorf (Marie-Curie-Gymnasium),   OSZ Technik Herzberg und des OSZ II Technik Hennigsdorf konnte deren Leistungsfähigkeit beim Umgang mit  Bauvorhaben unter Einbeziehung des Typs Erfurt bestätigt werden. In allen Fällen wurde der prognostizierte Kostenrahmen eingehalten.

Das hat die Verwaltung bewogen, dem Kreistag die Variante 4 als Grundlage für die Realisierung der baulichen Erweiterung des  Carl-Bechstein-Gymnasiums zu empfehlen.

 

 

Baubeschreibung (Variante 4)

 

Standort

 

Das Grundstück befindet sich unmittelbar im Ortskern Erkner zwischen der Neu-Zittauer-Straße, der Gartenstraße und der Heinrich-Heine-Straße. Es grenzt südlich an das Soldatendenkmal. Auf dem Gelände stehen neben dem für den Abriss vorgesehenen Plattenbau und der als Flachbau ausgeführten Mensa aus dem Jahre 1978 das Hauptgebäude aus der Zeit um 1900 mit neueren Anbauten. Weiterhin sind offene Unterstellmöglichkeiten für Fahrräder und ein Hausmeistergeräteraum vorhanden, welche ebenfalls zurückgebaut werden sollen.

Der prächtige Baumbestand gibt dem Grundstück seinen prägenden Charakter und soll weitestgehend erhalten bleiben.

 

Erschließung, Lage auf dem Grundstück

 

Die äußere Erschließung des Schulstandortes soll dahingehend angepasst werden, dass weiterhin der Hauptzugang von der Neu-Zittauer-Straße erfolgt und die postalische Adresse bildet. Dieser und die gegenüberliegende Zufahrt von der Heinrich-Heine-Straße werden als Feuerwehrzufahrt genutzt. Vom Kreuzungsbereich Neu-Zittauer-Str. / Gartenstraße soll lediglich ein Fußweg das Gelände erschließen. Die Zufahrt für Wirtschaftsfahrzeuge wird von der Gartenstraße ermöglicht.

Das neue Schulgebäude erstreckt sich mit seiner Längsachse in Nord-Süd-Richtung. Die Fenster der Unterrichtsräume sind somit nach Osten und Westen gerichtet.

Der Haupteingang orientiert sich südlich zum Altbau und einem zentralen Platz. Im Norden sind Freiterrassen dem Ganztagsbetrieb zugeordnet. Auf dem Gelände verteilt werden Sitzbänke, Streetball-Felder, Tischtennisplatten etc, und ausreichend Fahrradstellplätze vorgesehen. Ein Laubsammelplatz ist ebenfalls in Planung.

Der Lehrerparkplatz wird südlich des Altbaus angeordnet.

 

Innere Erschließung

 

Das dreigeschossige Schulgebäude erstreckt sich über eine Grundfläche von ca. 65 m x 29 m. Es gliedert sich in zwei äußere Baukörper für die Klassen- und Fachräume und einem inneren Erschließungstrakt mit Nebenräumen für Toiletten, Lehrmittel etc. Die vertikale Erschließung erfolgt über die mittig im Gebäude angeordnete Haupttreppe, welche über ein großzügiges Glasdach Tageslicht erhält und zwei weitere notwendige Treppenhäuser. Ein rollstuhlgerechter Aufzug ermöglicht den behindertengerechten Zugang aller Etagen. Das offene Foyer mit abgeschlossenen Räumen für Schließfächer führt zu den Treppen und dem rückwärtigen Bereich mit Mensa und Küche.

 

Raumliste entsprechend Grundriss EG, 1.OG, 2.OG der Anlage

 

 

 

 

 

 

Raum
Nr.

Kurzbez.

Raumbezeichnung

ca. NGF
in m²

ca. BGF

ca. BRI

 

 

 

 

 

 

EG

 

 

 

1.675,00

5.862,50

0.01

FY

Foyer

194,00

 

 

0.02

HM

Hausmeisterraum

14,00

 

 

0.03

TE1

Technikraum 1

14,00

 

 

0.04

KL5

Klasse 5

60,00

 

 

0.05

CH1

Chemie 1

82,00

 

 

0.06

CHS

Sammluing Chemie

73,00

 

 

0.07

CH2

Chemie 2

82,00

 

 

0.08

TH 2

Treppenhaus 2

29,00

 

 

0.09

SP1

Speisenraum 1

83,00

 

 

0.10

SP2

Speisenraum 2

75,00

 

 

0.11

KÜA

Küche / Ausgabe

13,00

 

 

0.12

Aufwärmküche

30,00

 

 

0.13

KÜV

Küche Vorraum

4,00

 

 

0.14

KÜP

Küche Personalraum

9,00

 

 

0.15

KÜD

Küche Dusche

3,00

 

 

0.16

KÜL

Küche Lager

6,00

 

 

0.17

HA1

Hausanschlußraum 1

16,00

 

 

0.18

HA2

Hausanschlußraum 2

5,00

 

 

0.19

LKÜ

Lehrküche

56,00

 

 

0.20

LR1

Lehrmittelraum 1

28,00

 

 

0.21

KLD1

Deutsch 1

56,00

 

 

0.22

KLD2

Deutsch 2

62,00

 

 

0.23

TH1

Treppenhaus 1

27,00

 

 

0.24

KL6

Klasse 6

62,00

 

 

0.25

SF1

Schließfächerraum 1

14,00

 

 

0.26

AZ

Aufzug

3,00

 

 

0.27

WCRB

WC Rollstuhlbenutzer

6,00

 

 

0.28

SF2

Schließfächerraum 2

12,00

 

 

0.29

PM1

Putzmittelraum 1

3,00

 

 

0.30

WCVM1

WC-Vorraum Mädchen 1

13,00

 

 

0.31

WCM1

WC Mädchen 1

19,00

 

 

0.32

WCVJ1

WC-Vorraum Jungen 1

13,00

 

 

0.33

WCJ1

WC Jungen 1

19,00

 

 

0.34

CA

Cafeteria

146,00

 

 

 

 

 

 

 

 

1.OG

 

 

 

1.780,00

6.230,00

1.01

KLS

Spanisch

61,00

 

 

1.02

LR2

Lehrmittelraum

30,00

 

 

1.03

KLL

Latein

58,00

 

 

1.04

PH1

Physik 1

82,00

 

 

1.05

PHS

Sammlung Physik

73,00

 

 

1.06

PH2

Physik 2

82,00

 

 

1.07

TH1

Treppenhaus 1

31,00

 

 

1.08

BI

Bibliothek

80,00

 

 

1.09

INF1

Informatik 1

75,00

 

 

1.10

SINF

Sammlung Informatik

25,00

 

 

1.11

INF2

Informatik 2

67,00

 

 

1.12

KLE1

Englisch 1

56,00

 

 

1.13

LR3

Lehrmittelraum 2

28,00

 

 

1.14

KLE2

Englisch 2

56,00

 

 

1.15

KLF

Franösisch

62,00

 

 

1.16

TH1

Treppenhaus 1

29,00

 

 

1.17

KLR

Russisch

62,00

 

 

1.18

FL1

Flur 1

138,00

 

 

1.19

THH

Haupttreppe

96,00

 

 

1.20

FL2

Flur 2

135,00

 

 

1.21

LZ

Lehrerzimmer

54,00

 

 

1.22

TR2

Technikraum 2

5,00

 

 

1.23

AZ

Aufzug

3,00

 

 

1.24

WCL1

WC Lehrer 1

7,00

 

 

1.25

PM

Putzmittelraum 2

5,00

 

 

1.26

WCVJ2

WC-Vorraum Jungen 2

13,00

 

 

1.27

WCJ2

WC Jungen 2

19,00

 

 

1.28

WCVM2

WC-Vorraum Mädchen 2

13,00

 

 

1.29

WCM2

WC Mädchen 2

19,00

 

 

1.30

SB

Schulbücherraum

16,00

 

 

1.31

SVR

Serverraum

11,00

 

 

1.32

MT

Mediothek

41,00

 

 

 

 

 

 

 

 

2.OG

 

 

 

1.780,00

6.764,00

2.01

KLGO1

Geographie 1

61

 

 

2.02

LR4

Lehrmittelraum 4

30

 

 

2.03

KLGO2

Geographie 2

58

 

 

204

BI1

Biologie 1

82

 

 

205

BIS

Sammlung Biologie

73

 

 

206

BI2

Biologie 2

82

 

 

207

TH2

Treppenhaus 2

31

 

 

208

KU1

Kunst 1

80

 

 

209

KU2

Kunst 2

75

 

 

210

KE

Keramik

25

 

 

211

KU3

Kunst 3

67

 

 

212

KLGS1

Geschichte 1

56

 

 

213

LR5

Lehrmittelraum 5

28

 

 

214

KLGS2

Geschichte 2

56

 

 

215

PB

Politische Bildung

62

 

 

 

TH1

Treppenhaus 1

29

 

 

216

LER

Lebensgest.-Ethik-Religion

82

 

 

217

FL3

Flur 3

137

 

 

218

THH

Haupttreppenhaus

96

 

 

219

FL4

Flur 4

135

 

 

220

SV

Schülervertretung

31

 

 

221

LR6

Lehrmittelraum 6

21

 

 

222

TR3

Technikraum 3

5

 

 

1.23

AZ

Aufzug

5,00

 

 

1.24

WCL2

WC Lehrer 2

7,00

 

 

1.25

PM3

Putzmittelraum 3

5,00

 

 

1.26

WCVJ3

WC-Vorraum Jungen 3

13,00

 

 

1.27

WCJ3

WC Jungen 3

19,00

 

 

1.28

WCVM3

WC-Vorraum Mädchen 3

13,00

 

 

 

WCM3

WC Mädchen 3

19,00

 

 

1.29

FOV

Vorbereitugn Foto

14,00

 

 

1.30

FO

Fotolabor

14,00

 

 

1.31

KUS

Sammlung / Vorb. Kunst

42,00

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Summe m²

Summe m²

Summe m²

 

 

 

NGF

BGF

BRI

Summe

 

 

4.416,00

5.235,00

18.856,50

 

 

Baubeschreibung Konstruktion

 

Gründung / Decken / Bodenbeläge

 

Flächengründung mit Betonplatte und umlaufender gedämmter Frostschürze bzw. Streifenfundamente.

Bituminöse Bodenabdichtung, schwimmender Zementestrich mit Wärmedämmung und Trittschalldämmung.

Geschoßdecken aus Stahlbeton mit Trittschalldämmung und schwimmendem Zementestrich.

Bodenbeläge in Unterrichtsräumen, Fluren und Nebenräumen aus Linoleum bzw. Kautschuk.

Bodenbeläge im Foyer, Treppenräumen und Mensa aus Werkstein- oder Natursteinbelägen. WC-Räume mit keramischen Fliesenbelägen. Hausanschlussraum erhält einen staubbindenden Anstrich. Der Eingangsbereich ist mit Sauberlaufmatten ausgestattet. Teilweise werden Abhangdecken mit Akustikmaßnahmen vorgesehen.

 

Außenwände

 

Die tragenden Wände und Stützen sind als Stahlbeton-, bzw. Mauerwerkskonstruktion konzipiert. Geschoßdecken und Treppen werden in Stahlbeton ausgeführt. Außenwände im Erdgeschoss erhalten auf der Dämmung eine robuste, wetterfeste Verkleidung aus Fassadentafeln mit Graffiti-Schutz, die Fassaden der Obergeschosse werden in verputztem Vollwärmeschutz ausgeführt.

Fenster und Außentüren der Unterrichtsräume etc. sind aus Holz, Foyer- , Flur- und Treppenhausverglasungen mit einer Pfosten-Riegel-Konstruktion ausgestattet. Die U-Werte entsprechen der aktuellen EnEV-Forderung.

 

Innenwände

 

Die tragenden Innenwände sollen als Sichtbeton  bzw. Mauerwerk teilweise verputzt ausgeführt werden. Die nichttragenden Innenwände aus Gipskarton erhalten einen Anstrich. Zum Teil werden Trennwände in WC-Bereichen als -Ständerwand mit Beplankung aus zementfasergebundenen Platten ausgeführt.

Die Wandflächen in den Nassräumen werden teilweise gefliest.

 

Die Türen sind als HPL-beschichtete Vollspantüren, Flurtüren sind als Holzrahmentüren mit Glasfüllungen geplant.

 

Dach

 

Dachaufbau auf der Stahlbetondecke mit Dampfsperre, Dämmung und Bitumen- bzw. Kunststoffbahnenabdichtung. Die Dämmung wird als Gefälledämmung ausgebildet.

Das Flachdach erhält umlaufend eine Attika.

Über dem Haupttreppenhaus wird ein Glasdach mit RWA-Anlage angeordnet. Die Treppenhäuser werden ebenfalls mit RWA-Anlage ausgestattet.

 

Baubeschreibung Haustechnik

 

Herrichten und Erschließen

 

Herrichten

 

Zurzeit sind keine Leitungen bekannt, die vom Grundstück geborgen oder beräumt werden müssen.

 

Öffentliche Erschließung

 

Abwasserentsorgung

 

Das Flurstück besitzt einen bestehenden Abwasser-Hausanschluss. Die Entwässerung ist über Freispiegel geplant. Die Regenwasserableitung erfolgt über eine Versickerungsanlage auf dem Grundstück. Die Verlegung erfolgt im Trennsystem. Der Standort des Übergabeschachtes Schmutzwasser wird im Entwässerungsplan konkretisiert.

 

Wasserversorgung

 

Der Gebäudekomplex wird mit Trinkwasser aus dem öffentlichen Netz versorgt.

 

Gasversorgung

 

Das Gebäude wird über einen bestehenden Gasanschluss versorgt.

 

Stromversorgung

 

Die Gebäude werden aus dem Niederspannungsnetz des regionalen Energieversorgers versorgt. Hierfür erfolgt für das neu zu errichtende Gebäude die Erweiterung des vorhandenen Hausanschlusses.

 

Telekommunikation

 

Für die Fernsprechversorgung der Schule wird über das Haus 1 hergestellt.

 

 

Bauwerk - Technische Anlagen

 

Abwasser-, Wasser- und Gasanlagen

 

Die Entwässerung des Gebäudes erfolgt mittels Freispiegelentwässerung. Die zu verlegenden Abwasser- und Wasserleitungen werden in vertikalen Technikschächten angeordnet. Von diesen Schächten aus erfolgt die Verteilung zu den Sanitärobjekten. Im Erdgeschoss wird das anfallende Schmutzwasser in die Grundleitungen unter der Bodenplatte eingeleitet, gesammelt und auf kürzestem Weg zum öffentlichen Kanal geleitet.
Als Materialien kommen ausschließlich langlebige, wartungsarme und umweltfreundliche Baustoffe, wie z. B. Guss, Stahl und Kunststoff zur Anwendung. Sämtliche Kaltwasserleitungen werden gegen Kondenswasserbildung isoliert. Warmwasserleitungen erhalten eine Wärmedämmung gemäß Energieeinsparverordnung 2009 (EnEV) zur Begrenzung der Wärmeverluste.

 

Wärmeversorgungsanlagen

 

Die Art der Wärmeerzeugung ist derzeit in Abstimmung mit Bauherr und Nutzer. Grundlage der Planung sind insbesondere die novellierte EnEV 2009 und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG).

 

Lufttechnische Anlagen

 

Alle wesentlichen Bereiche werden innerhalb und bei Bedarf auch außerhalb der Nutzungs­zeiten natürlich grundgelüftet.

 

Lüftungsanlagen WC´s

 

Die WC-Räume werden maschinell entlüftet. Die abgesaugte Luft wird pro Geschoss separat zur oben angeordneten Lüftungszentrale geführt. In der Zentrale wird die Abluft gesammelt und von einem Lüftungsgerät mit Wärmerückgewinnung ausgeblasen. Die erforderliche Zuluft wird mittels der Wärmerückgewinnung aus der Abluft erwärmt und in geeigneten Bereichen (z.B. Flure) eingeblasen. Die in den WC-Räumen abgesaugte Luft strömt durch die Türöff­nungen (offenes Konzept) bzw. durch Türunterschnitte aus dem Flur in die WC-Räume nach.

 

Lüftung Küche

 

Für die Küche wird eine natürliche Lüftungslösung über Lüftungsflügel angestrebt. Im Zwischendeckenbereich wird unterstützend ein Raumlüftungsgerät mit Wärmerückgewinnung zur maschinellen Lüftung der Küche angeordnet (Aufwärmküche).

 

Lüftung Mensa

 

Die Mensa kann sowohl natürlich als auch mechanisch gelüftet werden. Bei der Ermittlung der notwendigen Außenluftströme wird die Nutzung der Mensa als Versammlungsstätte zugrunde gelegt. Die Lüftungsanlage erhält eine adiabate Kühlung und eine Wärmerückgewinnung.

 

Elektrotechnische Anlagen

 

Die elektrotechnischen Anlagen werden auf eine energieoptimierte Betriebsweise zur Verringerung des Primärenergiebedarfs des Gebäudes ausgerichtet.

 

Schulbetrieb in der Bauphase

 

Während der Bauphase muss für  die 16 Klassenräume des Hauses 2 Ersatz geschaffen werden.

Die Stadt Erkner wird in der Oberschule „Johannes R. Becher“ die Nutzung von 5 Klassenräumen und die Mitbenutzung der Fachkabinette ermöglichen. Weiterhin werden südlich des Schulgeländes auf der Freifläche zwischen Neu Zittauer- und Heinrich – Heine Straße (Flurstück. 512)  11 Klassenräume als Container aufgestellt.

 

 

 

Finanzielle Auswirkungen:             

 

Folgender Gesamtbedarf wurde für die Baumaßnahme ermittelt (Zahlen lt. Plan 2009 und Folgejahre):

 

 

Investitions-

nummer

 

Bezeichnung

 

2008

 

2009

 

2010

 

2011

 

insgesamt

 

 

 

21730       402011       

 

Neubau

   

0   

 

350.000

 

4.200.000

 

 

968.000

 

5.518.000

 

21730 402012

 

Planung

Neubau

  

80.000

 

370.000

 

 

390.000

 

155.000

 

995.000

 

 

21730

402021

 

Ausstattung Neubau

 

0

 

0

 

0

 

215.000

 

 

215.000

 

21730 405022   

 

Neubau – Planung Außenanlagen

              

0            

 

            0

 

      38.000

 

    57.000

 

    95.000

 

21730 405021

 

Neubau –

Gestaltung Außenanlagen

                            

0            

 

           0

 

               0

 

 593.500

 

  593.500

 

 

 

21730 402013

 

Zuweisungen vom Land

 

0

 

0

 

1.100.000

 

0

      1.100.000

 

Die  vorläufige Kostenberechnung (Anlage 8) beinhaltet zusätzliche Kosten für die mobilen Klassenzimmer, die  nicht Bestandteil des beschlossenen Haushaltsplans 2009 sind. Diese sind zusätzlich für den Planentwurf 2010 aufzunehmen.

Stellungnahme der Kämmerei:

 

Die unter „Finanzielle Auswirkungen“ ausgewiesenen Werte sind mit den entsprechenden Jahresscheiben Bestandteil des Haushaltsplanes 2009. Der Finanzbetrag wird aus  investiven  Schlüsselzuweisungen (6.316.500 €) sowie Fördermitteln (1.100.000 €) gedeckt. Die Errichtung des Neubaus führt zu einer Erhöhung des Anlagevermögens des LOS und damit zu höheren Abschreibungen. Noch zu berücksichtigen sind im Planentwurf 2010 die Aufwendungen für die Bereitstellung der mobilen Klassenzimmer, die von IBUS mit 495 T€ angegeben wurden.

 

gez. Wellmer

Amtsleiterin

 

Anlagen:

Anlage 1: Grundriss EG

Anlage 2: 1.OG.

Anlage 3: 2.OG

Anlage 4: Schnitt

Anlage 5:  Ansicht

Anlage 6: Lageplan

Anlage 7: Außenanlagenplan

Anlage 8: vorläufige Kostenberechnung nach DIN 276